placeholder
Stuart Gentle Publisher at Onrec

4.607.885 Arbeitslose in Deutschland

.



Nrnberg (AFP) - Neben der Wirtschaftsflaute macht jetzt auch der Irak-Krieg dem Arbeitsmarkt zu schaffen: Die im Mrz einsetzende Frhjahrsbelebung fiel in diesem Jahr deutlich schwcher aus als sonst, Impulse fr eine Wende zum Besseren sind vor allem wegen der anhaltenden Flaute und des Kriegs nach Angaben der Bundesanstalt fr Arbeit nicht in Sicht. Mit 4,607 Millionen Arbeitslosen wurde der hchste Mrz-Wert seit Amtsantritt der rot-grnen Bundesregierung registriert. AFP dokumentiert den aktuellen Monatsbericht der Bundesanstalt fr Arbeit.

BUNDESWEIT sank die Zahl der Arbeitslosen im Mrz um 98.326 auf 4.607.885. Damit fiel der Rckgang schwcher aus als sonst blich. So betrug der Rckgang von Februar auf Mrz im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2002 knapp 130.000. Gegenber dem Mrz 2002 waren 451.869 Menschen mehr ohne Job. Die Arbeitslosenquote sank binnen eines Monats von 11,3 Prozent auf 11,1 Prozent. Im Mrz 2002 hatte die bundesweite Quote noch mit 10,0 Prozent deutlich niedriger gelegen.

SAISONBEREINIGT, also unter Bercksichtigung jahreszeitlicher Unterschiede zu den Vormonaten, stieg die Zahl der Arbeitslosen deutlich um 52.000, davon im Westen um 41.000 und 11.000 im Osten.

IN DEN ALTEN BUNDESLNDERN wurden 2.879.929 Arbeitslose registriert. Dies waren 70.777 weniger als im Februar, aber 352.451 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent. Im Februar des Vorjahres hatte sie bei 7,8 Prozent gelegen.

IN DEN NEUEN BUNDESLNDERN zhlten die Arbeitsmter 1.727.956 Arbeitslose, 27.549 weniger als im Februar. Im Vergleich zum Mrz 2002 stieg die Arbeitslosigkeit um 99.418. Die Ost-Arbeitslosenquote sank binnen eines Monats um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent. Im Mrz 2002 hatte sie noch bei 18,4 Prozent gelegen.

Die ZAHL DER ERWERBSTTIGEN fiel nach den jngsten vorliegenden Angaben des Statistischen Bundesamts im Januar deutlich um 844.000 auf 37,9 Millionen. Die Beschftigung lag damit um 455.000 unter dem Vorjahresstand. Die saisonbereinigte Erwerbsttigenzahl zeigt ebenfalls einen Rckgang: Sie verringerte sich gegenber dem Dezember um 55.000. Der Durchschnitt des vierten Quartals des vergangenen Jahres hatte bei einem Rckgang von 37.000 gelegen.

STELLENZUGNGE haben seit Jahresbeginn saisonbereinigt leicht um durchschnittlich 2000 pro Monat abgenommen. Nicht saisonbereinigt wurden im ersten Quartal 652.600 Jobangebote gezhlt, 167.000 oder 20 Prozent weniger als im ersten Quartal des Jahres 2002.

KURZARBEIT hat im Mrz weiter zugenommen. Die Zahl der Kurzarbeiter erhhte sich um 16.900 auf 244.300. Der Zugang wurde zum grten Teil, nmlich mit einem Anstieg um 11.200 auf 143.000, vom verarbeitenden Gewerbe getragen. Auf Grund der schwachen Konjunktur machte sich die erhhte Kurzarbeit vor allem beim Maschinenbau sowie bei den Herstellern von Metallerzeugnissen bemerkbar. Bei letzteren ist laut Bundesanstalt auch das Dosenpfand fr den Anstieg mitverantwortlich.

Die FRDERUNG der Beschftigung am ersten Arbeitsmarkt berschritt zuletzt zunehmend das Niveau des Vorjahres. Hier wurden 247.300 zuvor Arbeitslose und damit 23 Prozent mehr als im Mrz 2002 beschftigt. Der Anstieg beruhte vor allem auf hhere Zahlungen an Eingliederungszuschssen, berbrckungsgeld sowie Einstellungszuschssen bei Neugrndungen. Die Frderung des so genannten zweiten Arbeitsmarktes ging dagegen zurck. So nahm die Zahl der ABM-Stellen gegenber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 94.900 ab.

Article provided by Marcus Reif | (03.04.2003)